Meditation Retreats in Deutschland

Meditation in Deutschland reicht von der christlichen Klosterstille im Sauerland und Niederrhein über Zen-Sesshin in alten Höfen bis zu Vipassana-Wochen in Brandenburg und säkularen MBSR-Wochenenden an der Ostsee. 184 aktive Programme, drei bis sieben Tage als typische Dauer, oft im Schweigen, immer mit klarem Tagesrhythmus, geführter Praxis und überschaubaren Gruppen.
54 kuratierte Retreats 4,8 (110 Bewertungen) ab €92

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Häufig gestellte Fragen

Welche Meditations-Tradition passt zu mir?
Wer einen religiös offenen, kontemplativen Rahmen sucht und wenig Methodik will, ist in den christlichen Klosterhäusern in NRW oder Bayern gut aufgehoben; das Schweigen ist dort gemeinsame Disziplin, die Anleitung kommt aus jahrhundertealter Tradition. Wer eine klare, methodische Praxis mit längeren Sitz-Phasen will, findet in der Zen-Linie, vor allem Soto, ein klares Profil mit Sesshin-Wochen. Vipassana eignet sich für alle, die sich mit dem Beobachten von Atem und Empfindung auseinandersetzen wollen; die Goenka-Linie ist hier besonders streng strukturiert. MBSR ist die säkularste Variante, methodisch klar, mit Body-Scan und alltagsnahen Übungen; gut für alle, die ohne religiösen Rahmen üben wollen oder Achtsamkeit als Stress-Werkzeug suchen.
Wie viel kostet ein Meditations-Retreat in Deutschland?
Über alle 184 aktiven Meditations-Programme hinweg liegt der Schnitt bei €755, mit einer Spanne von €92 für Wochenend-Schnupper-Retreats bis €4.800 für längere Sesshin-Wochen oder Klosteraufenthalte mit Einzelzimmer und Vollpension. Eine sieben-tägige Sesshin oder Vipassana-Woche liegt typisch zwischen 350 und 800 Euro inklusive Vollverpflegung und Anleitung. Viele Häuser, besonders in der buddhistischen und kontemplativ-christlichen Tradition, arbeiten mit Spenden- oder Selbsteinschätzungs-Modellen, bei denen ein gestaffelter Mindestbeitrag plus eine Dana-Gabe an die Lehrende üblich ist. Anreise und Versicherung sind nicht enthalten.
Sind Meditations-Retreats für Anfänger geeignet?
Ja, viele deutsche Programme sind explizit für Einsteigende konzipiert. Eine zwei- oder dreitägige Wochenend-Einführung in MBSR oder Achtsamkeitspraxis ist ein guter Start; die Anleitung ist niederschwellig, die Sitz-Phasen sind kürzer und in Anleitung eingebettet. Wer mehr Tiefe will, kann nach dieser Erfahrung zu einer fünf- oder siebentägigen Vipassana- oder Zen-Woche gehen. Die strengen Sesshin-Formate in der Zen-Linie und die zehntägigen Vipassana-Schweige-Retreats sind nicht der erste Einstieg; sie setzen Sitzerfahrung und Schweigetoleranz voraus. Auch die Klosterhäuser bieten Anfänger-Tage und sanfte Einführungs-Wochenenden, in denen das gemeinsame Schweigen langsam aufgebaut wird.
Muss ich während des Retreats schweigen?
In vielen Programmen ja, in einigen nein. Zen-Sesshins, Vipassana-Wochen und längere Klosteraufenthalte sind in der Regel komplett im Schweigen, mit Ausnahme der Lehrgespräche oder Einzel-Interviews mit der Lehrenden. MBSR-Wochenenden, christliche Einführungs-Tage und manche Achtsamkeits-Wochen lassen Sprechen während Mahlzeiten und Pausen zu. Wer noch nie mehrere Tage geschwiegen hat, sollte mit einem Wochenend-Retreat beginnen, in dem das Schweigen optional oder nur teilweise vorgesehen ist. Schweigen ist nicht Selbstzweck, sondern hilft, die Aufmerksamkeit aus den üblichen Sprach-Bahnen herauszulocken. Die ersten ein bis zwei Tage sind oft die schwersten, danach kommt für die meisten Gäste eine Ruhe, die sich vorher schwer vorstellen lässt.
Wie lange sollte mein erstes Meditations-Retreat dauern?
Für den ersten Versuch eignet sich ein Wochenend-Retreat von zwei bis drei Tagen oder eine fünftägige Einführungs-Woche. So bekommst du ein Gefühl für Sitzpositionen, Tagesstruktur und Schweigen, ohne in eine Sesshin-Härte zu geraten, die ohne Vorerfahrung schwer zu tragen ist. Wer sich mit der Form sicherer fühlt und sich klar für eine Tradition entschieden hat, kann zu einer sieben- bis zehntägigen Sesshin-, Vipassana- oder Klosterwoche übergehen. Drei- oder vierwöchige Retreats sind eine eigene Liga und sollten nicht als Erste-Mal-Erfahrung angegangen werden. Nach jedem Retreat ist ein Tag Ruhe vor der Rückkehr in den Alltag empfehlenswert.
Was ist im Preis eines Meditations-Retreats üblicherweise enthalten?
Im Standard-Preis eines deutschen Meditations-Retreats sind die Unterkunft im Doppel- oder Mehrbettzimmer, vegetarische Vollverpflegung und die geführte Praxis enthalten. Lehrgespräche und Einzel-Interviews mit der Lehrenden gehören in den meisten Programmen dazu. Was extra kommen kann: Einzelzimmer-Aufpreise, in der buddhistischen und kontemplativ-christlichen Tradition eine Dana-Gabe an die Lehrenden, und in manchen Häusern eine Materialgebühr für Lese-Texte oder Kissen. Anreise und Versicherung sind nicht enthalten. Bei den 184 Programmen ist die Spanne von €92 bis €4.800 breit; lohnt es sich, vor der Buchung im Detail zu schauen, was inkludiert ist und ob ein Spendenmodell hinzukommt.