Auszeit im Kloster in Deutschland

Eine Auszeit im Kloster in Deutschland heißt: alte Mauern, klare Tagesstruktur, Stille als Hauptelement. 61 Programme verteilen sich auf benediktinische, zisterziensische, franziskanische und ökumenische Häuser, mit Schwerpunkten in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Bayern und Thüringen. Drei bis sieben Tage sind die typische Dauer, Preise liegen zwischen €98 und €1.880 Euro. Die meisten Programme schließen einfache Vollverpflegung, Einzelzimmer im Gästetrakt und die Teilnahme an Stundengebeten ein.
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Häufig gestellte Fragen

Was macht eine Auszeit im Kloster in Deutschland besonders?
Deutschland verfügt über eine jahrhundertealte Klostertradition mit über 900 aktiven Klöstern und Ordenshäusern. Von benediktinischen Abteien in Bayern bis zu norddeutschen Zisterzienser-Klöstern erlebst du authentische Spiritualität in historischen Gemäuern. Bei Retreat Urlaub findest du aktuell 61 Kloster-Auszeiten in Deutschland.
Muss ich gläubig sein, um eine Auszeit im Kloster zu machen?
Nein. Die meisten deutschen Klöster, die Auszeiten anbieten, empfangen Gäste unabhängig von ihrer Glaubenshaltung. Voraussetzung ist Respekt vor der Hausordnung und vor dem Leben der Gemeinschaft. Wer aus innerer Distanz zur Kirche kommt, findet trotzdem einen Platz, weil die Häuser zwischen Hausgästen und Ordensgemeinschaft klar trennen. Stundengebete sind ein Angebot, keine Pflicht. Geistliche Begleitung wird angeboten, aber nicht aufgedrängt. Wer ausdrücklich keine religiösen Gespräche möchte, kann das bei der Buchung vermerken.
Was kostet eine Auszeit im Kloster in Deutschland?
Klosteraufenthalte in Deutschland sind oft überraschend erschwinglich. Die Preise reichen von €98 bis €1.880, im Durchschnitt bei €570. Viele Klöster arbeiten mit Richtsätzen und ermöglichen es, den Beitrag nach eigener Einschätzung anzupassen.
Wie viel kostet eine Auszeit im Kloster in Deutschland?
Die Preisspanne liegt aktuell bei €98 bis €1.880 Euro für ein Wochenende oder eine Woche, im Schnitt bei rund €570 Euro. Klöster sind im Vergleich zu kommerziellen Retreathäusern deutlich günstiger, weil die Kostendeckung ausreicht und keine Gewinn-Marge eingerechnet wird. Ein Wochenende mit Vollverpflegung und Einzelzimmer liegt häufig zwischen einhundertfünfzig und dreihundert Euro. Längere Aufenthalte mit Einzelbegleitung oder Exerzitien sind teurer, weil ein Begleiter oder eine Begleiterin individuell mitarbeitet. Spenden sind in vielen Häusern willkommen, aber nicht erwartet.
Wann ist die beste Zeit für eine Kloster-Auszeit in Deutschland?
Klöster empfangen das ganze Jahr über Gäste. Besonders beliebt sind die Advents- und Fastenzeit für spirituelle Einkehr. Im Frühling und Herbst profitierst du von ruhiger Atmosphäre und schöner Natur rund um die oft ländlich gelegenen Klöster.
Wie lange sollte meine erste Auszeit im Kloster dauern?
Für die erste Auszeit ist ein Wochenende von drei Tagen ein guter Einstieg. Das gibt zwei volle Tage in der Klosterstruktur, ohne dass die Stille zu lang wird. Wer schon einmal in einem Kloster war oder eine Meditationspraxis hat, profitiert von fünf bis sieben Tagen, weil die Wirkung der Stille meist erst ab Tag drei richtig einsetzt. Exerzitien dauern in der klassischen Form acht oder zehn Tage und sind eher die Wahl für eine zweite oder dritte Auszeit, nicht für den Einstieg.
In welchen Regionen Deutschlands gibt es besonders bekannte Klöster für Gäste?
Bayern ist mit Klöstern wie Andechs, Ettal und Münsterschwarzach ein Schwerpunkt. Aber auch Nordrhein-Westfalen (Maria Laach), Niedersachsen (Nütschau) und Baden-Württemberg (Beuron) bieten traditionsreiche Häuser mit Gästeprogramm. In Ostdeutschland sind Klöster wie Helfta oder Volkenroda beliebt.
Welches Bundesland eignet sich für meine erste Kloster-Auszeit?
Für eine erste Auszeit eignen sich Nordrhein-Westfalen und Hessen am besten, weil dort die Häuser-Dichte am höchsten ist und die Anreise von den meisten deutschen Großstädten aus kurz bleibt. Wer aus dem Süden kommt, findet in Bayern eine vergleichbare Auswahl mit eher größeren, traditionsreicheren Häusern. Thüringen ist eine Empfehlung für alle, die kleinere Häuser, günstigere Preise und besonders ruhige Lagen suchen. Bei der Auswahl lohnt sich zudem die Frage, ob ein benediktinisches, zisterziensisches, franziskanisches oder ökumenisches Haus zur eigenen Erwartung passt.
Muss ich religiös sein, um ein Kloster in Deutschland zu besuchen?
Nein, die allermeisten deutschen Klöster heißen Menschen jeder Weltanschauung willkommen. Der Fokus liegt auf Stille, Struktur und innerem Rückzug. Erwartet wird lediglich Respekt gegenüber dem klösterlichen Tagesablauf und den Hausregeln.
Wie ist die Unterbringung in einem deutschen Kloster?
Die Unterbringung erfolgt in der Regel im Gästetrakt, separat vom Wohnbereich der Ordensgemeinschaft. Einzelzimmer sind der Standard, oft mit eigener Dusche und Toilette, in älteren Häusern manchmal mit Gemeinschaftsbad auf dem Flur. Die Zimmer sind schlicht eingerichtet: Bett, Schreibtisch, Stuhl, manchmal ein einfaches Kreuz an der Wand. Bettwäsche und Handtücher werden gestellt. WLAN gibt es in vielen Häusern im Gemeinschaftsbereich, nicht überall auf dem Zimmer. Wer ein besonders ruhiges Zimmer möchte, fragt nach einem Zimmer im Hinterhof oder zum Garten hin.
Wie sieht ein typischer Tag bei einer Kloster-Auszeit in Deutschland aus?
Der Tag beginnt früh – oft um 6 Uhr mit dem Morgengebet (Laudes). Es folgen Zeiten der Stille, gemeinsame Mahlzeiten, Mittagsgebet, eine freie Phase für Spaziergänge oder Lesen und das Abendgebet (Vesper). Als Gast kannst du je nach Haus an allen oder einzelnen Elementen teilnehmen.
Kann ich auch in einer schwierigen Lebensphase (Trauer, Krise) in ein Kloster?
Ja, ausdrücklich. Viele deutsche Klöster haben Angebote für Menschen in besonderen Lebensphasen: nach einem Verlust, nach einer Trennung, nach Burn-Out, vor einer beruflichen Neuorientierung. Diese Programme sind meist thematisch gerahmt und haben eine geistliche Begleitperson, die regelmäßig zur Verfügung steht. Wichtig ist, dass eine akute psychische Krise besser zuerst therapeutisch begleitet wird; eine Kloster-Auszeit ersetzt keine Therapie, sie kann ein guter Rahmen für eine schon laufende therapeutische Arbeit sein. Häuser nehmen bei Anmeldung gerne Rücksprache, ob die eigene Situation in das jeweilige Programm passt.
Kann ich bei einer Kloster-Auszeit in Deutschland auch im Klosterbetrieb mitarbeiten?
Ja, viele deutsche Klöster bieten das Programm 'Kloster auf Zeit' an, bei dem du aktiv im Alltag mitarbeitest – etwa in der Küche, im Garten oder in der Bibliothek. Das ist eine besonders intensive Form der Erfahrung und wird von vielen Gästen als sehr bereichernd empfunden.