Coaching Retreat statt Office-Coaching
Ein Coaching im Büro dauert 60 oder 90 Minuten, findet zwischen zwei Meetings statt und endet, wenn das nächste Kalender-Fenster aufgeht. Die Erkenntnis kommt oft, hat aber keinen Raum, sich zu setzen. Bis zur nächsten Sitzung liegen sieben Tage Alltag dazwischen, in denen sich das gerade Bearbeitete wieder zudeckt. Genau hier liegt der Unterschied zum Coaching Retreat: Setting, Dauer und Intensität sind anders gewählt.
Die Programme im Angebot laufen über drei bis sieben Tage am Stück, mit klarem Schwerpunkt auf vier bis fünf Tagen. Die Coachin oder der Coach ist nicht nur in Sessions verfügbar, sondern Teil eines kompakten Tages, in dem nichts anderes ansteht. Kein Posteingang, keine Familie, keine Termine. Was dadurch möglich wird, ist eine andere Tiefe: Themen, die in einer 90-Minuten-Sitzung als zu groß weggelegt würden, lassen sich über mehrere Tage Stück für Stück bearbeiten. Was abends nicht abgeschlossen ist, geht am nächsten Morgen weiter.
Der zweite Unterschied ist der Ort. Die meisten Häuser liegen bewusst außerhalb von Städten — am See in Mecklenburg, im Lahn-Dill-Bergland in Hessen, auf Ibiza, in Bali. Das ist keine Kulisse, sondern Teil der Methode. Wer am gewohnten Schreibtisch sitzt, denkt in den gewohnten Bahnen. Wer nach einer Anreise in einem Haus am Wald aufwacht, hat den Filter "so läuft das eben bei mir" schon abgelegt, bevor die erste Session beginnt.