Wie ein typischer Tag in den BaWü-Häusern abläuft
Die Aufenthalte halten unterschiedliche Tagesstrukturen, die jeweils zum Format passen. Im Schwarzwald-Schweigeretreat beginnt der Tag früh, oft zwischen 6:30 und 7:00 Uhr, mit einer ersten Sitzmeditation, gefolgt von einer angeleiteten Atem-Praxis, in der Atem und rhythmische Phasen den Körper beruhigen. Dann Frühstück in Stille. Der Vormittag bringt eine längere Praxiseinheit mit Dehnübungen, Yoga und Meditation, der Nachmittag wechselt zwischen geführter Meditation, Vortrag und freier Spazierzeit im Tannenwald. Tee, Mittag- und Abendessen sind vegetarisch und werden in Stille genommen. Smartphone und Bildschirme bleiben über die volle Aufenthaltsdauer aus.
In den Achtsamkeits-Wochenenden im Neckar-Raum ist die Struktur weicher und auf Wochenende ausgelegt. Beginn am Freitagabend mit einer Einstiegsrunde, die zwei Folgetage starten mit einer Morgensitzung, dann achtsamkeitsbasierte Übungen aus der MBSR-Linie, also der Mindfulness-Based Stress Reduction nach Jon Kabat-Zinn. Nachmittags Stress-Coaching in der Gruppe, Waldbaden in den umliegenden Wäldern und ein abendliches Yoga zum Auslüften. Mahlzeiten sind gemeinsam, Gespräche erlaubt, das Format ist auf Alltagstauglichkeit angelegt.
In den oberschwäbischen Klosterhäusern folgt der Tag dem Atelier- bzw. Bildungsrhythmus. Morgens Einstiegsbesprechung im Atelierraum, drei bis vier Stunden Arbeit am eigenen Blatt mit Anleitung der Kursleitung, gemeinsames Mittagessen im Klosterspeisesaal mit kleinem Tischgebet. Nachmittags zweite Einheit, oft auch im Freien an Wegen, in Innenhöfen oder am Klosterteich. Die Tagzeitengebete der Hausgemeinschaft, also die kurzen liturgischen Gebete über den Tag verteilt, sind offen für Gäste, aber nicht Teil des Kursprogramms.