10 Personen interessiert Schweigeretreat mit Meditation und Yoga Aschau im Chiemgau, Deutschland €650 / 7 Tage
3 Personen interessiert "Dein Individuelles Retreat - Yoga leben im Ashram" Horn-Bad Meinberg, Deutschland €92 / 3 Tage 5.0
13 Personen interessiert 5 Tage /17 Stunden Einzelcoaching systemische Verwurzlung und Beziehungen,Glaubenssatzarbeit Velez Malaga, Spanien €1.390 / 5 Tage 5.0
7 Personen interessiert Genießen und Entspannen mit Yoga und viel Meer in der Souda Bucht (Südküste - Kreta) Plakias, Griechenland €690 / 8 Tage 5.0
9 Personen interessiert YOGARETREAT AM GARDASEE - LERNE DIE EINZIGARTIGE YOGAWALK® METHODE KENNEN! Arco, Italien €1.490 / 8 Tage 5.0
7 Personen interessiert PILATES Body Balance inkl. Hotel Neumarkt in der Steiermark, Österreich €1.310 / 8 Tage 5.0
9 Personen interessiert Klosterentspannung mit Qigong und Yinyoga Jüchen, Deutschland €320 / 3 Tage 4.9
18 Personen interessiert RECONNECT YOURSELF - Yoga & Coaching Retreat Tejakula, Indonesien €1.114 / 6 Tage 5.0
5 Personen interessiert Journey to Yourself - ein Retreat in der Wüste & am Meer El Gouna, Ägypten €1.595 / 8 Tage 5.0
Was Schweige-Retreats in Bayern besonders macht Bayern ist innerhalb Deutschlands die Region mit der ältesten und dichtesten Schweige-Tradition. Drei Eigenheiten prägen das Bild. Die erste ist die Verbindung zur Kloster-Landschaft. Häuser wie Andechs, Ottobeuren oder St. Ottilien tragen Schweige-Programme, die direkt aus der benediktinischen Tradition kommen. Daneben sind in den letzten dreißig Jahren buddhistische Häuser dazugekommen, vor allem im Allgäu und im Bayerischen Wald, die ihre Wurzeln im Theravada, im Zen oder im tibetischen Buddhismus haben. Die zweite Eigenheit ist die Landschaft. Das Alpenvorland mit Blick auf die Berge, der Bayerische Wald mit seinen Hochmoor- und Wald-Flächen, das Allgäu mit Voralpen-Charakter: jede dieser Landschaften gibt der Schweige-Praxis einen anderen physischen Rahmen. Die Häuser nutzen das bewusst, mit Geh-Meditation im Wald, mit Aussichts-Plätzen für stille Pausen, mit klaren Wege-Strukturen, die auch in Stille gut zu finden sind. Die dritte Eigenheit ist die Gruppengröße. Bayerische Schweige-Häuser arbeiten oft mit größeren Gruppen als ihre österreichischen oder schweizerischen Pendants, manchmal mit zwanzig bis dreißig Teilnehmenden. Das hat einen Vorteil: die Gruppe trägt durch Phasen, in denen die einzelne Person müde wird. Es hat aber auch eine Bedingung: wer Einzel-Begleitung braucht, sollte bei der Buchung auf kleinere Häuser oder auf ausdrückliche Einzel-Begleit-Angebote achten.
Die Regionen: Alpenvorland, Bayerischer Wald, Allgäu, München Bayern teilt sich für Schweige-Reisende in vier Regionen, die jeweils einen anderen Charakter haben. Das Alpenvorland mit dem Ammersee, Starnberger See und der Region um Tegernsee und Schliersee ist die zugänglichste. Die Anreise von München ist kurz, die Landschaft öffnet sich auf die Berge, die Häuser sind meist gut organisiert und haben eine eindeutige Begleit-Struktur. Der Bayerische Wald im Osten Bayerns ist landschaftlich am stillsten. Höhen zwischen sechshundert und tausend Metern, Tannenwald, klare Bachläufe und kaum touristische Frequenz. Schweige-Häuser hier sind oft klein und in inhabergeführten Höfen organisiert. Die Anreise ist etwas länger (von München eineinhalb bis zwei Stunden, von Passau einfacher), dafür ist die Ruhe besonders dicht. Das Allgäu im Südwesten Bayerns hat alpine Höhe, gute Anreise von Süden und eine Mischung aus benediktinischer Tradition (Ottobeuren) und neueren buddhistischen Häusern. Wer Berge und Stille verbinden möchte, ist hier gut aufgehoben. Die Region München selbst, mit dem Münchner Süden, dem Norden und dem Osten der Stadt, bietet stadtnahe Schweige-Programme. Das passt für Berufstätige aus München, die ein Wochenende nehmen wollen, ohne die volle Anreise auf sich zu nehmen. Die Erfahrung ist anders als in der Hochalpen-Lage, weil die Stadt-Nähe spürbar bleibt, aber das Format funktioniert für eine erste Erfahrung gut.
Welche Traditionen Bayern besonders trägt Drei Traditionen tragen das bayerische Schweige-Angebot. Die erste ist die christlich-kontemplative Linie, vor allem in benediktinischen und franziskanischen Häusern. Hier verbindet sich die Schweige-Praxis mit einer klaren Liturgie-Struktur: Stundengebete als zeitliche Anker, geistliche Lesungen, Schweige-Phasen zwischen den Gebets-Zeiten. Diese Form passt besonders für Gäste, die eine getragene Struktur schätzen und mit der christlichen Tradition vertraut sind. Die zweite Tradition ist Vipassana in der Theravada-Linie. Goenka-Zentren und Vipassana-Häuser nach der Linie von Joseph Goldstein oder Sharon Salzberg sind in Bayern stärker vertreten als in den meisten anderen deutschen Bundesländern. Diese Form arbeitet mit Anapana (Atemwahrnehmung) und Body-Scan und ist säkular ausgerichtet, also unabhängig von Glaubens-Hintergrund. Die dritte Tradition ist Zen, in den Linien Soto und Rinzai. Bayerische Zen-Häuser sind oft klein und werden von Lehrenden geführt, die selbst lange in Japan oder bei japanischen Lehrern trainiert haben. Sesshin-Wochen mit intensiver Sitz-Praxis dauern typisch fünf bis sieben Tage und verlangen eine gewisse Vor-Erfahrung mit Sitz-Meditation. Neben diesen drei Haupt-Linien gibt es säkulare Achtsamkeits-Programme nach MBSR-Linie und Schweige-Wochenenden für Burn-Out-Betroffene oder Menschen in Übergangsphasen, die oft therapeutisch begleitet werden.
Anreise, Saison und beste Reisezeit Bayern ist verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. München, Nürnberg und Augsburg sind ICE-Knoten, von dort sind die meisten Schweige-Häuser mit Regionalbahn und kurzem Bus- oder Taxi-Anschluss in ein bis zwei Stunden erreichbar. Das Alpenvorland ist von München aus in unter einer Stunde zu erreichen. Der Bayerische Wald wird über Plattling oder Zwiesel erschlossen. Das Allgäu ist über Memmingen, Buchloe oder Kempten zu erreichen. Wer mit dem Auto kommt, findet bei den meisten Häusern Parkmöglichkeiten direkt am Hof. Die Schweige-Saison läuft fast ganzjährig. Hauptzeiten sind April bis Oktober, mit Schwerpunkten im Frühjahr (Mai/Juni) und im Spätsommer (September/Oktober). Die Sommer-Monate Juli und August sind in den Klöstern und in den Bergregionen touristischer; die Schweige-Häuser sind aber meist so abseits gelegen, dass die Tourismus-Frequenz die Stille kaum stört. Winter-Programme von Dezember bis März sind eine Spezialität der bayerischen Klöster. Die Advents- und Weihnachtszeit, die Phase zwischen den Jahren und die Fastenzeit sind klassische Zeitfenster für Schweige-Wochen. Wer im Winter kommt, erlebt eine Klosterstimmung, die im Sommer so nicht zu finden ist: kürzere Tage, ruhigere Häuser, oft Schnee in den Höhen-Lagen. Wer Outdoor-Bewegung in der Schweige-Phase wichtig findet, sollte die Saison danach wählen: Mai und September sind die freundlichsten Zeitfenster für Geh-Meditation und Wanderung.